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oft schwer zu erhaltender Bücher und Journale erfpart; sondern auch, durch Zusammenstellung und Vergleichung des Bekannten, bisweilen zur Erwedung neuer Ideen beytragen kann. Daß eine Uebersicht der bis jeßt im technis [chen Maschinenwesen benübten Principien für die Bearbeitung der Technologie von einigem Werthe, so wie für jeden Gebildeten überhaupt interessant seyn müsse, glaube id) ohne Anmaßung behaupten zu können.

2. Der Titel verspricht eine Zusammenstellung und Charakteristik aller technischen Maschinen; ich habe das her vorerst über die Vollständigkeit dieser Zusams menstellung zu sprechen, und mich vorzüglich mit Jenen zu verständigen, denen das Unternehmen in diesem Umfange ungeheuer seinen möchte.

In Betreff der Vollständigkeit ist eine technische Maschinensammlung doppelter Betracytung fähig; nähmlich in Hinsicht auf den Umfang des zu Grunde liegenden Planes, und in Hinsicht auf den Grad, in welchem die Ausführung deoselben gelungen ist. Der zuerst genannte Punkt steht in der Willkühr des Verfassers, und id habe mich darüber, so viel es nöthig schien, in der Vorrede zum ers sten Bande (S. 16 u. f.) ausgesprochen. Hier noch Folgendes über den zweyten Punkt. Soll dieser mein Versuch eine Angabe aller jener Maschinen enthalten, welche jemahls in den Werkstätten oder Fabriken wirklich anges wendet wurden sind, so fordert oder erwartet man einer: seits zu viel, anderseits zu wenig. Denn wer darf sich rühmen, mit allen von Praktikern ersonnenen, und so bäufig geheim gehaltenen Maschinen, auch nur histo'risd), bekannt zu seyn? Wer wird dagegen aber nicht wissen, daß vielleicht die größere Hälfte bekannt gewordes ner Maschinen gar nie oder nur mit bedeutenden Veränderungen in die Praxis eingeführt worden ist? Mein ur: sprünglicher Zwed mußte sich daher darauf beschränken, Alles zu sammeln, was ich in Drudschriften auffinden konnte, und außerdem noch jene Maschinen beyzufügen, womit ich mich durch eigene Anschauung in Fabrifen und Werkstätten bekannt gemacht habe. In Hinsicht auf die legtern glaube ich Niemanden Rechenschaft schuldig zu seyn, da ja das Ganze eine, so zu sagen, zufällige Mitgabe ift; desto nöthiger finde ich es dagegen, mit meinem Verfah. ren in Hinsicht der gedruckten Quellen so weit bekannt zu machen, als- es zur Bestimmung des richtigen Standpunktes für den Beurtheiler erforderlich ist.

Daß mir einige in der Regel wenig zugängliche, aus: ländische Bücher und Journale zu Gebothe standen, wird man aus dem zu Anfang dieses zweyten Bandes befindlichen Verzeichnisse ersehen, welches gleichwohl noch nicht den größten Theil der von mir benügten Werke enthält, indem viele von diesen nicht oft genug angeführt sind, um hier im Voraus eingeschaltet werden zu können. Es würde mich freuen, wenn dieser Umstand ein günstiges Vorur. theil für das Werk erregen, und wenn der Leser dasselbe bey der Durchsicht bestätigt finden sollte. Von neuen Er: findungen wird man wenig oder gar nichts vermissen; viele ältere Vorschläge, welche dadurch, daß sie ganz unausgeführt geblieben, oder wieder außer Anwendung gekommen sind, hinreichend ihre Unvollkommenheit bewiesen haben, wurden nur kurz, zuweilen bloß im Vorbeugehen, oder auch gar nicht berührt: lekteres dann, wenn ich die Vera

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schiedenheit von dem was wirklich angeführt ist, gar zu unbedeutend fand. Die Benüßung der neuesten Journale habe ich bis zur Beendigung des Druces fortgeseßt. Das her findet man am Schlusse des Bandes noch einige Mas schinen zusammengestellt, die am gehörigen Orte nicht mehr eingeschaltet werden konnten.

Ungeachtet die bloß nahmentlich bekannten Arten von Maschinen, aus den schon in der Vorrede zum ersten Bande angezeigten Gründen, weggelassen sind; so habe ich es doch für nöthig gehalten, solche Maschinen, die obschon ihrer Einrichtung nach unbekannt, eigene Gat: tungen bilden, mit aufzunehmen, weil selbst die bloße Kenntniß, daß irgend einmahl die Herstellung einer Maschine zu einem bestimmten Zwecke versucht wors den ist, zuweilen von Nußen oder von Interesse seyn kann. Su bey den Maschinen zur Verfertigung der Korkpfropfe

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Es scheint mir unmöglich, und ist glücklicher Weise auch nicht nöthig, alle unwesentlichen »), oder nur einzelne

1) Was an einer Maschine das Wesentliche fery, ergibt

Rich, wenn man gang ohne Uebung in folchen Untersuchun: gen ist, nicht immer sogleid); zudem baben der Praktiker und der nach theoretischen Grundsätzen zu Werke gebende Beschauer oft sehr verschiedene, ja entgegengesepte Unsichten hierüber. Was dem Erstern Hauptsache scheint, und es ihm für die Wirksamkeit feiner Maschine meist auch ist, sieht der Lettere oft mit Recht als einen Nebenumstand an. Wie häufig beruht denn nicht die Braudbarkeit einer Maschine gerade auf folchen Umständen, welche mit dem Principe derselben in gar keiner Verbindung stehen!

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Nebentheile der Maschinett betreffenden Abanderungen und Verbesserungen mit aufzuführen. Viele davon sind indessen dort, wo es leidt thunlich war, in Anmerkungen oder zwischen Klammern eingeschaltet worden. Eben so sind Mas schinen oder Vorrichtungen, weldhe, in der Einrichtung ein: ander ganz gleichen, und dennoch zu verschiedenen Sweden Anwendung finden, nur einmahl angeführt, und ihre doppelte oder mehrfache Benütung ist gelegenheitlich bemerkt. Dieses gilt von den Walzwerken gewisser Art, von dem Durchschnitte, dem Knopfrade der Nadler, dem Fallwerke, u. m. a.

Die von den einzelnen Maschinen gegebenen Charakteristiken oder Beschreibungen haben nicht die Bestimmung, eine detaillirte Kenntniß derselben zu verschaffen; sie sol: len nur die zu Grunde liegende Haupt- Idee deutlich machen, und zu einer Vergleichung verschiedener Maschinen in diesem Punkte hinreichen. Daß ich in der Ubfassumg dies ser Beschreibungen mir selbst unerwartete Schwierigkeiten fand, mag als Entschuldigung mandyer Unvollkommenheit dienen. Wenigstens hoffe id), Einsichtsvolle werden erken: nen, daß es nicht immer eine leichte Sache fer, aus eis ner mehrere Seiten langen, mit Zeichnungen begleiteten (und troß dieser noch oft undeutlichen) Berchreibung einen auf fast nur eben so viele Zeilen beschränkten Uuszug zu machen, der einen klaren Begriff von dem Gegenstande vers schafft. Man wird übrigens aus dem Inhalte der Besdhreibungen sehen, daß ich die citirten Schriften jedesmahl vor mir gehabt, und nicht aus vberflächlidien und kurzen Notizen in gewissen anderen Werken geschöpft habe.

Ich habe mich zwar überall bemüht, trop der Kürze

meiner Beschreibungen, nicht bloß durch dieselben anzudeuten, was die Maschinen leisten, sondern audy wie und Durd welche mechanische Mittel sie es vollbringen. Doch hat dies nicht immer in dem Grade angehen wollen, wie ich wünschte. Ber Maschinen insbesondere , deren Berschiedenheit von einander hauptsächlich in dem Mechanismus, nicht im Principe liegt, fand ich hierin die größten Schwierigkeiten, denen ich zuweilen nur dadurch begegnen zu können glaubté, daß ich mir den Leser mit der Bleyfeder in der Hand meinen Worten folgend dachte, und somit von ihm begehrte, daß er eine berläufige Skizze des beschriebenen Mechanismus fidy entwerfe, um in Bezug auf die Stellung der Theile gegen einander fich schneller und leichter zu orientiren.

Des Urtheilens über die Braucibarkeit oder Vorzüglichkeit der verschiedenen Maschinen habe ich mich in der Regel ganz enthalten; einerseits, weil sich ein Aussprudy hierüber in sehr vielen Fällen nur auf Erfahrung gründen läßt, anderseits, weil jeder denkende Leser selbst über einen Umstand urtheilen kann, der nicht unmittelbar zu meis

8 nem Zweđe gehört. Man wird es mir vielleicht zum Vors wurfe machen wollen, daß ich in der Abfassung der Maschinenbeschreibungen an einigen Stellen sehr kurz, an andern wieder weitläufiger gewesen bin. Ich kann dagegen erinnern, daß ich mich durch den verschiedenen Grad von Wichtigkeit dieser oder jener Maschine , so wie durch die größere oder geringere Schwierigkeit, das Hauptsächlidhe der Einrichtung bloß durdy-Worte deutlich zu machen, leiten lassen mußte. Id habe, dem Zwede gemäß, bloß die Einrichtung der Maschinen besprochen, und weniger

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