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MSS. ordines Hebraici meae bibliothecae serius acquisiti ac

descripti. Serie di libri di Letteratura Sacra ed Orientale del mio gabi

netto con annotazioni. 2 Vols. Supplementa ad Hebraicam Wolfii Bibliothecam. Synopsis Annalium typographicorum usque ad an. MCCCCLXXX.

Hauptsächlich aus Maittaire entnommen und mit vielen Zusätzen zu diesem sowie zu Panzer.

[4.) Die Bibliothek des Athenäums zu Luxemburg *).

Die Bibliothek des Athenäums besteht nach ihrer gegenwärtigen, durch Dekret vom 24. Januar 1850 festgestellten Zusammensetzung 1) aus der älteren Stadtbibliothek, 2) der älteren vom Athenäum seit 1837 bis 1850 angesammelten Bibliothek, 3) den neueren Anschaffungen seit 1850, 4) der Specialbibliothek der Gesellschaft für Erforschung und Erhaltung der historischen Denkmäler des Grossherzogthums, welche dem-erwähnten Dekrete zufolge nebst dem archäologischen Museum einen, wennschon an sich selbstständigen, doch wesentlichen Bestandtheil der Bibliothek des Athenäums bildet.

Was zunächst die ältere Stadtbibliothek anlangt, so ist dieselbe 1798 entstanden und aus Bestandtheilen der Bibliotheken der vormaligen Staaten zu Luxemburg, des dasigen Jesuitencollegiums, der Abteien Orval, Echternach, Münster und St. Hubert, ferner der Minoriten zu Luxemburg und Diekirch, des Refugiums St. Maximin zu Luxemburg, sowie der Abtei Bonnevoie zusammengestellt worden; die Zahl der Bücher betrug damals gegen 9000 Bände, die sich im Laufe von 50 und ein paar Jahren bis 1850, wo die Bibliothek mit der des Athenäums vereinigt wurde, bis auf 5005 Werke in 11,145 Bänden vermehrt haben – allerdings keine erhebliche Vermehrung, was jedoch darin seine Erklärung findet, dass, wenn eines Theiles keine bedeutenden Mittel zur Vergrösserung der Bibliothek geboten gewesen waren,

diese anderen Theiles noch Anfangs nicht unbedeutendem Verluste sich ausgesetzt gesehen hatte. Die Obhut über die Bibliothek war während jener 50 Jahre den Bibliothekaren J. B. Halle (1798-1806), D. C.

*) Vgl. Anz. 1856. Nr. 336. Herr Professor A. Namur hat die Güte gehabt, mir ein Exemplar seines mit Fleiss und Umsicht gearbeiteten neuen Kataloges der Bibliothek des Athenäums, aus dessen historischem Vorworte die beifolgenden Mittheilungen entlehnt sind, seiner Zeit zu senden. Umstände haben mich gegen meinen Willen daran verhindert, die Mittheilungen nicht schon früher zum Abdrucke zu bringen und damit zugleich meinen Dank für die dem Anzeiger durch Einsendung des Kataloges bewiesene Aufmerksamkeit öffentlich abzn. statten,

J. Petzholdt,

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Munchen (1806–17), N. Clasen (1818—48) und A. Namur (seit 1848) übertragen.

Die ältere Bibliothek des Athenäums, der zweite Hauptbestandtheil der gegenwärtigen neuen Sammlung, schreibt ihre Entstehung aus dem J. 1837, der Zeit der Reorganisation des Athenäums her; sie entstand auf Anregung des Direktors des Weilburger Gymnasiums Friedemann, der von dem König-Grossherzog Wilhelm I. abgeordnet gewesen war, den Stand des mittleren Unterrichtswesens im Luxemburgischen zu untersuchen, und bei dieser Gelegenheit die Begründung einer Specialbibliothek für das Athenäum mit Hilfe mehrerer ihm befreundeter Deutscher Verlagshandlungen veranlasst hatte. Das Schriftstück vom 2. Februar 1837, worin Friedemann der Direktion des Athenäums von dem Erfolge seiner Bemühungen für die Begründung der Bibliothek Nachricht gegeben hatte, lautet: „Da ich mich von der allseitigen Nothwendigkeit der Existenz einer Special-Bibliothek überzeugte und von dem lebhaften Wunsche durchdrungen war, für die Errichtung derselben nach Kräften beizutragen, so ersuchte ich mehrere Deutsche Buchhandlungen meiner Bekanntschaft, von einigen ihrer Verlagswerke, die ich näher bezeichnete, Freiexemplare für die Special-Bibliothek des Königl. Athenäums mir zukommen zu lassen. Meinem Wunsche ist entsprochen worden, und ich habe das Vergnügen gehabt, eine Sendung dieser Art von hier abgehen zu lassen, welcher, wie ich hoffe, eine zweite nachfolgen

Die Zahl der zuerst von Friedemann übersendeten Bücher belief sich auf 138 in 168 Bänden, die sich theils durch ähnliche spätere Zuschüsse theils durch Anschaffungen aus den Mitteln des Athenäums vermehrt haben.

Trotz des unläugbaren Werthes der beiden genannten älteren Sammlungen, namentlich der Stadtbibliothek, haben dieselben doch erst, seit sie mit einander vereinigt und in ein Grossherzogliches Institut umgewandelt worden sind, und in der Verbindung mit der Sammlung der Gesellschaft für Erforschung und Erhaltung der historischen Denkmäler des Grossherzogthums ihre eigentliche Bedeutung und Wichtigkeit für die Wissenschaft und das Publikum erhalten. Ein gemeinsames Statut hat die vereinigten Sammlungen sowohl in ihrem eigenen Interesse als in dem des Publikums geordnet und geregelt und ein vom gegenwärtigen Bibliothekar A. Namur seit 1848 bearbeiteter gemeinsamer gedruckter Katalog den Gebrauch der Bücher wesentlich erleichtert.

Die Bibliothek, die nebst allen mit ihr in Verbindung stehenden Sammlungen in den Räumlichkeiten des Athenäums untergebracht ist, steht unter der Obhut und Verwaltung eines Bibliothekars, der von dem Generaladministrator des öffentlichen

wird.“

Unterrichtes vorzugsweise aus dem Lehrerpersonal des Athenäums auf fünf Jahre ernannt, und dem erforderlichen Falles auf Antrag ein Hilfsbibliothekar beigegeben wird. Der Letztere vertritt in Abwesenheit des Bibliothekars dessen Stelle unter der Direction eines von der Professorenconferenz dazu erwählten Professors. Alljährlich hat der Bibliothekar über den Stand der Bibliothek und deren Bedürfnisse, namentlich über die zur Anschaffung vorzuschlagenden Bücher, einen Bericht zu erstatten und an den Direktor des Athenäums einzureichen, der ihn dann, nachdem er mit den Professoren der Anstalt darüber Berathung gepflogen hat, mit den dienlich scheinenden Bemerkungen an den Generaladministrator des öffentlichten Unterrichtes übergiebt. Die Benutzung der Bibliothek, die zu diesem Behufe zweimal in der Woche (Dienstags und Donnerstags) 2-5 Uhr geöffnet wird, jedoch auf Ersuchen und nach Rücksprache mit dem Bibliothekar auch zu anderer Zeit zugänglich ist, findet theils im Lokale selbst Statt, theils werden die Bicher mit nach Haus geliehen, wovon nur Hand- und solche Druckschriften, die durch Seltenheit oder prachtvolle Ausstattung einen besonderen Werth haben, in der Regel ausgenommen bleiben. Vorkommenden Falles kann der Bibliothekar auf seine Verantwortung hin die Ausleihung von Büchern versagen. Wiewohl die Bibliothek vorzugsweise zur Benutzung der Lehrer und Schüler des Athenäums bestimmt ist, so steht doch auch allen anderen Bewohnern der Stadt mit Bewilligung und unter der Garantie des Bibliothekars der Gebrauch der Bücher frei. Auswärtige haben sich mit dem Gesuche um Darleihung von Büchern an den Generaladministrator des öffentlichen Unterrichtes zu wenden. Für jedes Jahr ist eine Revision der Bibliothek vorgeschrieben und dem Generaladministrator des öffentlichen Unterrichtes, dem allemal zu Anfang des Januars der Direktor des Athenäums das Revisionsprotokoll vorzulegen hat, anheimgegeben, dem Bibliothekare zu Zwecke der Revision ein paar Personen beizuordnen. Was die Dotation der Bibliothek betrifft, so ist letztere in Hinsicht ihrer pekuniären Bedürfnisse auf das Budget des öffentlichen Unterrichtes verwiesen, welches auch seither für diese Bedürfnisse der Anstalt in liberaler Weise gesorgt hat. Innerhalb der J. 1850 bis mit 1855 sind für die Bücheranschaffungen, die sich zunächst und hauptsächlich nach dem Bedarfe des Athenäums zu richten haben, nicht weniger als 8600 Fr. verwilligt worden, die für Ankauf der gesammten Clomes'schen Bibliothek von der Deputirtenkammer genehmigte ausserordentliche Summe von 4800 Fr. nicht mit eingerechnet. Ausser diesen Anschaffungen haben auch im Laufe der genannten Jahre zahlreiche und zum Theile ansehnliche Geschenke zur Vermehrung der Bibliothek beige. tragen. Unter den bedeutenderen derselben sind namentlich eine Zahl von 571 vom Pfarrer Maeysz nach und nach übergebenen Bänden, sowie 361 Bände medicinischen Inhaltes, welche der Bibliothek 1850 aus dem Nachlasse des Dr. Clasen zugefallen sind, zu erwähnen. Vor Allem dürfte die schon genannte, 10,436 Bände und 119 geographische Karten und historische Tableaux starke Sammlung des Professors Clomes († 1853) insofern mit zu den Geschenken zu rechnen sein, als sich Bingen, der Neffe und Testamentsvollstrecker des Verstorbenen, in Folge eines von Letzterem bei Lebzeiten ausgesprochenen Wunsches, gern hat bereit finden lassen, die auf weit mehr als 10,000 Fr. amtlich gewürdete Sammlung an die Bibliothek für nur 4800 Fr. abzutreten.

Die mit der Bibliothek in Verbindung gesetzte Sammlung der Gesellschaft für Erforschung und Erhaltung der historischen Denkmäler des Grossherzogthums, welche gleichzeitig mit der Gesellschaft 1845 entstanden und hauptsächlich reich an Schriften über Luxemburg ist, verdankt ihre Vermehrungen theils den vom Grossherzoglichen Gouvernement jedes Jahr dazu verwilligten Fonds theils und vorzüglich den Beiträgen von Patrioten, sowie den Wechselbeziehungen, in denen die Gesellschaft zu etwa 50 dergleichen auswärtigen getreten ist.

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Litteratur und Miscellen.

Allgemeines. [5.] Serapeum. Zeitschrift für die Bibliothekwissenschaft; Handschriftenkunde und ältere Litteratur. Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden herausgegeben von Dr. Robert Naumann. Jahrg. XVIII. Leipzig, T. 0. Weigel. 1857. 8. Monatlich 2 Nrr. à 1 B. Hauptbl. u. } B. Intelligenzbl. Pr, n. 4 Thlr. 15 Ngr. (S. Anz. J. 1857. Nr. 816.)

Inhalt des Hauptblattes: Nr. 21. S. 321–28 Schluss von: Die Musikalien der Stadtkirche zu Pirna; von C. Otto Kade, Cantor u. Musikdirector in Dresden. Nebst einer Berichtigung von A. Gutenäcker, Scriptor an der k. Hof- u. Staatsbibl. zu München, in Nr. 22. S. 351–52 Nr. 21. S. 328–34 Ueber das vom Domcapitular Anton Steichele herausgegebene „Archiv für die Geschichte des Bisthums Augsburg.“ (Zugleich als Beitrag zur Handschriftenkunde der ehemaligen, nun in München befindlichen Augsburger Dombibliothek.) Mitgetheilt von Dr. Auton Ruland, K. Oberbibliothekar in Würzburg S. 334

36 Eine neue Ausgabe des Katalogs der Bibliothek der Nicolai-Sternwarte zu Pulkowa bei St. Petersburg; von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg. Nebst einem Nachtrage von demselben, in Nr. 22. S. 350—51 — Nr. 22. S. 337–42 Fortsetzung

von: Handschriften, welche in Katalogen öffentlich verkaufter Bibliotheken verzeichnet sind. Von Dr. F. L. Hoffmann. (Vgl. Anz. J. 1857. Nr. 705.) - S. 343–50 Anzeige von: Les Nielles de la Bibliothèque Royale de Belgique, par L. Alvin; von Demselben Nr. 21. S. 336 u. Nr. 22. S. 352 Bibliothekchronik und Miscellaneen. Das Intelligenzblatt enth.: Nr. 21. S. 161–65 1. Nr. 22. S. 169 –72 Fortsetzung von: Jahresbericht der Kaiserlich-Oeffentlichen Bibliothek zu St. Petersburg fiir 1856, von Baron M. von Korff.

[6.] Bulletin du Bibliophile Revue mensuelle publiée par J. Techener avec le concours De MM. L. Barbier, administrateur à la bibliothèque du Louvre; Ap. Briquet; G. Brunet; E. Castaigne, bibliothécaire à Angoulême; J. Chenu; V. Cousin, de l'Académie françoise; Cuvillier-Fleury; Dr. Bernard, bibliophile; A. Dinaux; Bon A. Ernouf, bibliophile; Ferdinand Denis, conservateur à la bibliothèque SainteGeneviève; Al. de La Fizelière; Vte de Gaillon ; prince Augustin Galitzin; Alfred Giraud; Grangier de La Marinière, bibliophile; P. Lacroix (bibliophile Jacob); J. Lamoureux; C. Leber; Leroux de Lincy; P. de Malden; de Monmerqué; Fr. Morand; Paulin Paris, de l'Institut; Louis Paris; Dr J. F. Payen; Philarėte Chasles, conservateur à la bibliothèque Mazarine; Bon J. Pichon, président de la Société des bibliophiles françois; Serge Poltoratzki; Rathery, bibliothécaire au Lourre; Rouard; S. de Sacy, de l'Académie françoise; Sainte-Beuve, de l'Académie françoise; A. Teulet; Ch.Weiss; Yéméniz, de la Société des bibliophiles fran. çois; etc., etc., contenant des notices bibliographiques, philologiques, historiques, littéraires, et le Catalogue raisonné des livres de l'Éditeur. Treizième Série. Paris, Techener. 1857. 8. Monatlich ein Heft à 4 B. Pr. 12 Fr. f. Paris, 14 f. d. Depart., 16 f. d. Ausland. (S. Anz. J. 1857. Nr. 736.)

Inhalt des Octbr.-Heftes: p. 515—27 Satyres sur les femmes bourgeoises qui se font appeler Madame. Par le Chevalier Denisart. Notice sur ce livre et son auteur, par le Vicomte de Gaillon p. 528—32 Notes prises dans une Bibliothèque de province. I. Nouveau voyage de France (Paris, Saugrin. 1720. 12.); par le Baron Ernouf. Deuxième article -35 Notice bibliographique sur les oeuvres de Cyrano de Bergerae; par P. Lacroix. Eine gedrängte Uebersicht sämmtlicher Ausgaben der gesammelten Werke sowohl als einzelner Schriften Cyrano's, bei der nur, wie der Verf. selbst glaubt, einige ältere Drucke übergangen sein dürften p. 535–36 Un volume ayant appartenu à Grolier. Ein falscher Grolier, wie dergl. in neuerer Zeit schon mehrere vorgekommen sind 5:37—10. Vécrologie. Betr. hauptsächlich die beiden jüngst verstorb. Bibliophilen Alphonse Lyon in Paris u. Victor Lagier in Dijon, den bekannten Verleger der Peignot'schen Schriften

p. 5-10-11 Ventes de livres, autographes et estampes p. 541-12 Curieuse préface d'un Catalogue (d'un des plus

p. 533

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