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Vorwort.

Der erste Band der » Philosophie der Gegenwart«, umfassend die philosophische Literatur der Jahre 1908 und 1909, erschien am Ende des Jahres 1910. Die sehr großen Opfer für die Herstellung und die Organisation der internationalen Mitarbeit und der völlige Mangel an einigermaßen erheblichen Zuschüssen, die sonst allen derartigen, die wissenschaftliche Forschung in selbstloser Weise fördernden Unternehmungen gewährt werden, haben es bewirkt, daß die Vorbereitung des nun vorliegenden II. Bandes (Literatur 1910) mit starken Hindernissen zu kämpfen hatte. Dadurch ist das Erscheinen bis in die Mitte von 1912 hinausgeschoben worden. Der Wunsch des Herausgebers sowohl wie des Verlags wäre, den Jahresband jeweils in der Mitte des Jahres herauszubringen, das dem Jahre der gesammelten Literatur folgt. Das ist jedoch zum Vorteil der wissenschaftlichen Verwertung der Zusammenstellung nur möglich, wenn genügend Mittel bereit gestellt werden, um mit allem Nachdruck die Einführung der » Philosophie der Gegenwart« in die Bibliotheken der gesamten Welt zu betreiben. In dieser Erwartung ist die Bearbeitung des Manuskriptes für Band III (Literatur 1911) weiter fortgesetzt worden, und es wird alles geschehen, um diesen Band noch im laufenden Jahre erscheinen zu lassen. Mit dem IV. Bande (Literatur 1912) wären wir alsdann soweit, daß der gewünschte Zeitpunkt der Ablieferung erreicht ist.

Zur Förderung der internationalen Bibliographie für Philosophie, die auf der deutschen Tagung des internationalen Kongresses für Philosophie als dringend notwendig gefordert wurde, ist seitens der Redaktion ein Antrag bei dem Kaiserlichen Reichsamt des Innern eingereicht worden. In diesem Antrage ist auf die Anerkennung hingewiesen worden, die von seiten der gesamten in- und ausländischen Fachpresse der Sache gezollt wurde. Um dem Antrage den notwendigen Nachdruck zu geben, haben sich über hundert Dozenten für Philosophie und Direktoren der Universitätsbibliotheken bereitgefunden, den Antrag zu unterzeichnen. Der Herr Reichskanzler lehnte jedoch unter Hinweis auf die Lage der Reichsfinanzen die Bitte um Unterstützung ab und begründete diese Ablehnung mit der Ansicht, daß es Sache der Bundesregierungen und nicht Sache der Reichsregierung sei, derartige wissenschaftliche Unternehmungen zu fördern. Diese Ansicht dürfte jedoch nicht in vollem Einklang mit der Tatsache stehen, daß der Reichstag alljährlich ungeheure Summen zur Förderung wissenschaftlicher Zwecke zu bewilligen hat. Nach der Mitteilung des Reichsamtes des Innern ist jedoch der Antrag an das Kgl. Preußische Kultusministerium verwiesen worden und es ist zu erwarten, daß dort eine günstigere Beurteilung des genügend unterstützten Antrages erfolgt. Mit Dankbarkeit ist zu bemerken, daß vor allem zur vorläufigen Weiterbearbeitung des Manuskriptes

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