Hermeneutik I. Wahrheit und Methode: Grundzüge Einer Philosophischen Hermeneutik

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Mohr Siebeck, 2010 - 495 páginas
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English summary: Gadamer's main work, Truth and Method, will be published in 2010, exactly 50 years after the first edition, in a slightly corrected version as an inexpensive student edition. This is seen as one of the few standard works of German post-war philosophy which has achieved worldwide recognition. The huge reaction to this is surprising for many reasons, among other things because in this work an important new theory is presented in intimations only using the author's own conceptual instruments; in fact the author is careful when touching on ancient themes in the philosophical approach to the world. The main question in the work is: What actually happens when we understand? Gadamer focuses on the historical dimensions of understanding, including his famous rehabilitation of prejudice. In addition to the systematic excursus, the book contains an intellectual history of hermeneutics, which is convincing in its virtuosity in dealing with a variety of inspirational figures such as Hegel, Dilthey, Husserl and Heidegger. The amiability and objectivity with which Gadamer invites his readers to a discussion are what account for the enormous influence of this exemplary textbook. German description: Wir sagen, dass wir ein Gesprach fuhren, aber je eigentlicher ein Gesprach ist, desto weniger liegt die Fuhrung desselben in dem Willen des einen oder anderen Partners. (...) Was bei einem Gesprach herauskommt, weiss keiner vorher. (Gadamer, Wahrheit und Methode I, S. 387) Das Hauptwerk Wahrheit und Methode erscheint 2010, genau 50 Jahre nach der Erstausgabe, in durchgesehener und korrigierter Form als preiswerte Studienausgabe. Dieses Buch, das sein Autor erst im Alter von 60 Jahren schrieb, wurde zu einem Uberraschungserfolg der philosophischen Literatur. Als eines der wenigen weltweit anerkannten Standardwerke der deutschen Nachkriegsphilosophie wurde es in viele Sprachen ubersetzt.Die grosse Resonanz konnte aus vielerlei Grunden erstaunen, unter anderem weil hier nur in Andeutungen eine grosse neue Theorie mit eigenem begrifflichen Instrumentarium vorgestellt wird; der Autor umkreist vorsichtig uralte Themen des philosophischen Weltzugangs. Vor allem geht es um die Frage: Was geschieht eigentlich, wenn wir verstehen? Er stellt die geschichtliche Dimension des Verstehens in den Mittelpunkt, auch durch seine beruhmte Rehabilitierung des Vorurteils. Die systematischen Exkurse werden erganzt durch eine Geistesgeschichte der Hermeneutik, die in ihrer virtuosen Behandlung so unterschiedlicher Anreger wie Hegel, Dilthey, Husserl und Heidegger uberzeugt. Die Freundlichkeit und Sachlichkeit, mit der Gadamer seinen Leser ins Gesprach einladt, machen den Rang dieses vorbildlichen Lehrbuchs aus.
 

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Índice

Einleitung
1
Die Transzendierung der ästhetischen Dimension
9
Subjektivierung der Ästhetik durch die Kantische Kritik
48
Wiedergewinnung der Frage nach der Wahrheit der Kunst
87
Die Ontologie des Kunstwerks und ihre
107
Ästhetische und hermeneutische Folgerungen
139
und des Dekorativen
149
Geschichtliche Vorbereitung
177
Grundzüge einer Theorie der hermeneutischen Erfahrung
270
Wiedergewinnung des hermeneutischen Grundproblems
312
Analyse des wirkungsgeschichtlichen Bewußtseins
346
der hermeneutischen Erfahrung
352
c Der hermeneutische Vorrang der Frage
368
Sprache als Medium der hermeneutischen Erfahrung
387
a Sprachlichkeit als Bestimmung des hermeneutischen
393
Prägung des Begriffs Sprache durch die Denkgeschichte
409

Diltheys Verstrickung in die Aporien des Historismus
222
b Zwiespalt von Wissenschaft und Lebensphilosophie
235
Überwindung der erkenntnistheoretischen Fragestellung
246
Sprache als Horizont einer hermeneutischen Ontologie
442
Bibliographische Nachweise
495
Página de créditos

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Términos y frases comunes

Sobre el autor (2010)

Hans G. Gadamer, Geboren 1900; 1918-19 Studium der Philosophie in Breslau; 1919-22 Studium in Marburg; 1922 Promotion bei Paul Natorp; 1928 Habilitation bei Martin Heidegger; 1928-37 Privatdozent fur Philosophie in Marburg; 1937 a.o. Professor in Marburg; 1939 Ruf nach Leipzig; 1945 Dekan der philosophischen Fakultat in Leipzig, 1946 Rektor der Universitat Leipzig; 1947 Ruf nach Frankfurt am Main; 1949 Ruf nach Heidelberg; 1951 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; 1968 Emeritierung und Prasident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Weiterfuhrung der Lehrtatigkeit, auch in Amerika und Italien.

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